Lehrlings- und Gesellenkonvent 2026 in St. Michaelisdonn

Lehrlings- und Gesellenkonvent-2026 in St. Michaelisdonn – wieder ein voller Erfolg

Wofür und für wen wird ein Lehrlings- und Gesellenkonvent ausgerichtet?

Seit 15 Jahren bietet die Provinzialloge von Schleswig-Holstein (PLvSH) allen Lehrlingen und allen Gesellen ein einzigartiges Seminar-Angebot.

Der Freimaurer-Lehrling wurde im Verlauf des zurückliegenden Jahres in eine Freimaurerloge aufgenommen. Das kann Monate zurückliegen oder nur wenige Tage, wie auch für einen Lehrling in diesem Jahr. Die Aufnahme in die Loge und in die Bruderschaft ist der formale Akt. Für den neuen Bruder ist die emotionale Aufnahme jedoch viel prägender; er schaut sich um und versucht, sich in seiner neuen Loge zurechtzufinden. Und dann beginnt der Lehrling, viele Fragen zu stellen, Orientierung zu suchen und die Brüder kennenzulernen. Dabei erhält er eine Vielzahl Antworten – befriedigende, verwirrende oder „kryptische“.

Viele Lehrlinge finden in der eigenen Johannisloge bei ihrem Paten oder bei einem Bruder, der sich seiner annimmt, Antworten. Sie integrieren den jungen Bruder in die Bruderschaft und führen ihn sukzessive in die Welt der Freimaurerei ein. Dieses ist der Idealfall, den wir alle anstreben. Nun kann es auch vorkommen, dass der junge Bruder keinen geeigneten Gesprächspartner findet, oder dass er sich nicht traut zu fragen, weil „alle“ Brüder solch‘ umfangreiches freimaurerisches Wissen haben …

An diesem Punkt setzt der Lehrlings- und Gesellenkonvent (LGK) der PLvSH an. Er versteht sich als Angebot. Ein Angebot an junge Freimaurer-Brüder, in die Welt der Freimaurerei einzutauchen oder tiefer einzusteigen. An diesem Wochenend-Seminar bieten die Organisatoren den Teilnehmern viel Möglichkeit zum Austausch und zum gegenseitigen Kennenlernen, aber auch Gelegenheit, Fragen zu stellen (die man in der eigenen Loge vielleicht nicht stellen möchte).

Im LGK erarbeiten die Teilnehmer die Inhalte gemeinsam. Dreh- und Angelpunkt ist das Gespräch, das Gespräch der jungen Brüder untereinander und mit den Referenten. Der LGK ist keine Schulungsveranstaltung, in der im Frontalunterricht sehr viel Wissen vermittelt werden soll. Im LGK werden Anregungen und Anstöße gegeben, sich Inhalte auf dem eingeschlagenen maurerischen Weg selber zu erarbeiten.

 

Und wo bleiben die Freimaurer-Gesellen?

Im Ursprung vor 15 Jahren richtete sich die Veranstaltung gleichermaßen an Lehrlinge und Gesellen aus dem Sprengel der PLvSH. Fing man damals mit wenigen Lehrlingen und Gesellen an, hat das Interesse am LGK in Verlauf der Jahre stetig zugenommen. In den zurückliegenden Jahren nahmen vereinzelt auch Lehrlinge oder Gesellen anderer Lehrarten teil, sie kamen aus 3WK-Logen oder aus AFuAM-Logen. Sie erarbeiteten sich Inhalte mit den Lehrlingen aus den Ordenslogen, welche in deutlicher Mehrzahl waren. Und am Ende der Wochenend-Seminare waren Kontakte nicht nur mit Brüdern der Nachbarlogen geknüpft, sondern über die Grenzen hinweg. Ein Erfolg!

Schon 2025 war die Anmeldezahl von Gesellen derart hoch, dass die Angebote aufgeteilt werden konnten für die Brüder Lehrlinge und die Mitbrüder Gesellen.
Dieses Konzept verfolgten die Organisatoren auch in diesem Jahr 2026. Damit konnte den Lehrlingen ein breiter orientiertes Grundlagenwissen und mehr Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch geboten werden. Die Mitbrüder konnten sich in Vorträgen und Gesprächen mehr mit den Inhalten der zweiten Erkenntnisstufe auseinandersetzen.

 

Was war in diesem Jahr besonders?

Der LGK fand – wie in jedem Jahr – am ersten Februar-Wochenende statt.
Alle Teilnehmer nahmen unaufgeregt an einem weitgehend ausgelassenen LGK in „Wohlfühlatmosphäre“ teil. Wir konnten alle das schöne Haus der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland (GLLFvD) kennenlernen. Die Teilnehmer erfuhren ganz nebenbei, dass die GLLFvD nicht nur „Berlin“ ist, sondern uns alle an auch unerwarteten Orten erwartet.

Der Sonntag war nicht nur Abreisetag. Am Vormittag richtete die PLvSH für alle Teilnehmer eine Tempelarbeit im Lehrlingsgrad unter Leitung des Provinzialmeisters Br. Hauke Thiesen aus. Der Johannistempel der Johannisloge „St. Michael“ war mit 49 Brüdern eng besetzt. Den Abschluss des LGK bildete die Tafelloge. Um 12:00 Uhr konnte an die Tafel geladen werden. Wie in jedem LGK war dem Leiter der Tafelloge daran gelegen, einzelne Abläufe zu erläutern und den Lehrlingen und Gesellen die Freude an der Tafelloge zu vermitteln. Einzelne Teilnehmer waren auch aktiv eingebunden, indem sie die Trinksprüche halten durften.

Brüder aus allen deutschen Landen in St. Michaelisdonn

St. Michaelisdonn liegt geographisch nicht gerade im Zentrum der Republik und der Provinz Schleswig-Holstein. Die Räumlichkeiten und Angebote der GLLFvD versprechen ein Eintauchen in die Welt der Freimaurerei, losgelöst vom Alltag. Die Brüder kamen aus Johannislogen in Berlin, Bochum, Eckernförde, Flensburg, Hagen, Hamburg, Husum, Kiel, Neumünster, Neustrelitz, Schleswig, Schwelm und Schwerin.

Sie alle scheuten weder die weite Anreise noch Mühen mit Unterkunftssuche und den Zeitaufwand. Gemeinsam erlebten sie neue Aspekte der Freimaurerei, viele Referenten „aus den eigenen Reihen“ nahmen die Lehrlinge und Gesellen mit auf die Reise.

 

2027 geht es weiter

Wenn nichts dazwischenkommt, kann der Lehrlings- und Gesellenkonvent-2027 wiederum in St. Michaelisdonn stattfinden.

Vormerken sollte man sich schon das Wochenende 5. bis 7. Februar 2027.
Die Ausschreibung wird voraussichtlich im Herbst 2026 veröffentlicht werden.

(Hans Stüdtje, Provinzialsekretär)